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Ca. 930 Tage bis zum 7. Landesblasmusikfest 2014
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Original Elbländer Blasmusikanten

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Klassische Bläser in den sächsischen Orchestern haben ihre musikalischen Wurzeln meist in den Posaunenchören...

der Kirchgemeinden und den dörflichen oder städtischen Blasorchestern.  Ob als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, fast immer findet ein Blechbläser früher oder später den Weg zu jener Musik, die aus der Mode gekommen scheint. Die unverkünstelte Sonntagnachmittagsmusik sucht man heute vergeblich in Hitparaden und Radioprogrammen. Als Teil der ursprünglichen Volksmusik weicht sie dem folkloreartigen Schlager, einem künstlichen Bild von Tradition und Kitsch. Offensichtlich braucht es dann wieder einen neuen und unverfänglichen Zugang, um sich diesem Ursprünglichen und Selbstverständlichen zu nähern. Denn wo sonst wird Tradition so natürlich gelebt wie bei handgemachter Musik, die gar nichts Außergewöhnliches sein will. Gut und liebevoll gespielte Blasmusik wirkt unmittelbar und ist unvergänglich. Plötzlich hat man alle Zeit der Welt und im Maß von ruhiger Polka, Walzer und Marsch, dem warmen Sound von hohem und tiefem Blech (vielleicht auch einem gedeihlichen Bier) wird wieder das am wichtigsten, wovon Medien und Hektik des Alltags weit entfernt sind: Muße, Geselligkeit, Freundschaft und gute Musik.

Die Musiker der Original Elbländer Blasmusikanten sind allesamt in ihrer Blüte stehende Profimusiker oder Musikstudenten. Sie tauschen gern und so oft es eben geht den verpflichtenden Frack, ihre Lackschuhe und ihr klassisches Repertoire gegen andere gesellige Stunden ein. Sie schwelgen bei wiegenden Takten und gehen die Sache mal ruhig an. Wieder einmal einfache, natürliche Musik machen und nicht „große Kunst“, so schön sie auch ist. Dass dabei Anspruch und Gediegenheit nicht außer Acht gelassen werden, ist Musikantenehre. Wo sonst ein Orchestergraben ist, sind manchmal noch nicht einmal zwei Meter zu den ersten Zuhörern und zu ernst nimmt sich hier auch keiner. So ist auch für die Fans aus dem Solotrompeter der Robert- Schumann-Philharmonie eben „Kuddel“ und aus der Diplommusikpädagogin im Fach Klarinette einfach „Resi“ geworden. Die Musiker sind durchschnittlich fünfundzwanzig Jahre alt und (mit Ausnahme eines Schwaben) alle gebürtige Sachsen. Sie haben ihren Weg zur Blasmusik ganz  unterschiedlich gefunden, über andere Blasmusikensembles, einen Musikverein oder letztlich eben einfach über die Gründung der Original Elbländer an einem Dezemberabend 2004, nach einem Weihnachtsoratorium in einem Dresdner Gasthof. Seitdem sind so Freundschaften geschlossen und vertieft worden. Viele vergnügte Blasmusikstunden  sind ins Land gegangen und seit 2008 vervollständigen die Gesangssolisten Madlen, Corina und Jan die Elbländer.

Ein ungewohnt frischer und durchaus kräftiger Wind weht nun durch die sächsische Blasmusikszene, denn hier sitzen die “alten Hüte” auf jungen, talentierten Köpfen. So arrangiert exemplarisch der Tenorhornist Robin Kürschner als Haus- und Hofkomponist den Elbländern ihre maßgeschneiderten Titel. Und rote Ohren bekommen die Elbländer immer dann, wenn sich begeisterter Fans (unter ihnen übrigens auch viele junge und ausgesprochen hübsche Damen) zu ganz persönlichen Komplimenten hinreißen lassen. Verdienterweise, denn wo bekommt man schon sonst eine solch flotte und elegant zelebrierte “Teufelszunge” zu hören?.
Impressionen

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